Omaha Poker zählt zu den beliebtesten Varianten beim Poker. Kein Wunder – ähnelt es doch oberflächlich Texas Holdem, ist aber in der Tiefe komplett anders. Du bekommst vier Karten als Starthand zugeteilt. Dann werden am Flop, Turn und River die fünf Community Cards aufgedeckt. Soweit ist dir das alles bekannt, doch jetzt kommt der Clou: Um zu gewinnen, musst du deine Siegerhand aus genau zwei Karten deiner Starthand und genau drei Karten des Boards bilden. Dieser essenzielle Unterschied ist der Grund, warum immer mehr Spieler gerne zwischendurch eine Partie Omaha Poker spielen: Es bricht die eingefahrenen Wege des Texas Holdem Poker auf und bringt frischen Schwung an den Tisch!

Du möchtest Omaha Poker lernen? Dann ist der folgende Artikel für dich geschrieben. Wir zeigen dir zum schnellen Einstieg die Grundlagen, Regeln und die gängigsten Spielweisen dieser spannenden Poker Variante!

Die Omaha Poker Grundlagen lernen

Es kann von Vorteil sein, nicht mit der Masse zu schwimmen und dich ausschließlich auf Omaha zu konzentrieren. Wenn du Omaha Poker von Grund auf lernst, kannst du damit nicht nur deine Bankroll wachsen lassen, sondern auch deine Gewinne. Die Grundvoraussetzung ist, dass dir diese Spielart in Fleisch und Blut übergeht. Denn nur dann kannst du profitable Strategien entwickeln, die dir regelmäßige Einnahmen bescheren.

Omaha Poker - 4 Karten

Die Reihenfolge der Pokerhände ist bei Omaha exakt gleich wie bei Texas Holdem. Allerdings bekommst du als Starthand vier Karten ausgeteilt, wovon du nur genau zwei Karten für deine Siegerhand verwenden darfst. Das klingt zunächst simpel, hat aber seine Tücken. Denn viele Anfänger machen den Fehler, ihr Blatt falsch zu interpretieren, weil sie es beim Texas Holdem anders gelernt haben. Beispielsweise weil sie nur eine Karte statt zwei verwenden oder gleich das Board spielen wollen. Beides zählt beim Omaha Poker nicht – und die vermeintliche Siegerhand wird wertlos.

Außerdem bekommst du durch die beiden zusätzlichen Karten in deiner Hand wertvolle Infos. Denn schließlich können deine Gegner diese beiden Karten nicht mehr zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Dies spielt vor allem bei der Berechnung der Wahrscheinlichkeiten beim Omaha Poker eine wichtige Rolle.

Inoffiziell wird Omaha Poker auch gerne als »Nut Game« bezeichnet. Du solltest also nur dann eine Hand spielen, wenn du auf dem Flop zumindest einen Draw auf die Nuts hast. Das bedeutet, dass du deine Strategie weitgehend ändern musst, wenn du mit Omaha Poker Geld verdienen willst. Auch die Starthände werden beim Omaha anders gewertet. Mehr dazu erfährst du weiter unten.

Unterschiede zwischen Omaha Poker und Texas Holdem Poker

Der wichtigste Unterschied beim Omaha Poker ist wohl die erhöhte Anzahl der Hole Cards und dass davon genau zwei gespielt werden müssen. Dies ist bei allen Omaha Poker Varianten gleich. Dabei ist es völlig egal, ob Pot Limit oder No Limit Omaha Poker gespielt wird.

Darüber hinaus ist auch die Anzahl der maximalen Spieler beim Omaha Poker anders geregelt. Während bei Texas Holdem bis zu zehn Spieler am Tisch platziert werden, sind es bei Omaha Poker lediglich sechs. Der Grund dafür ist simpel: Bei doppelt so vielen gegebenen Karten würden laufend starke Hände aufeinandertreffen, was die Dynamik des Spielablaufs negativ beeinträchtigen würde.

Omaha Poker - Chips

Im Vergleich zum beliebten No Limit Texas Holdem wird Omaha meist als Pot Limit Variante gespielt. Theoretisch ist auch bluffen möglich, aber durch die erhöhte Komplexität deutlich schwerer. Stell dich darauf ein, dass mehr Spieler den Flop sehen werden, als du es bisher kanntest. Der Grund dafür: Der Unterschied der Starthände ist Preflop sehr gering. Mehr dazu erfährst du im nächsten Abschnitt!

Die besten 20 Starthände beim Omaha Poker!

Hohe Paare sind auch beim Omaha Poker wertvoll. Allerdings gewinnen sie hier im Vergleich zu Texas Holdem selten einen Pot. Um deine Starthand optimal beurteilen zu können, solltest du mit den Outs bestens vertraut sein. Als Beispiel: A/A/J/10 ist als zweitbeste Hand stärker als A/A/Q/Q. Nicht vergessen: Du musst zwei Karten davon spielen, nicht mehr und auch nicht weniger! Durchleuchten wir basierend darauf das Potenzial beider Starthände, hat A/A/J/10 eine weit größere Chance auf die Straße.

RangfolgePoker HandRangfolgePoker Hand
1AAKK11KQJT
2AAJT12KKTT
3AAQQ13KKAQ
4AAJJ14KKAJ
5AATT15KKAT
6AA9916KKQJ
7AAXX17KKQT
8JT9818KKJT
9KKQQ19QQJJ
10KKJJ20QQTT

Entscheidend ist, dass die Hände in der Übersicht double-suited sind, je zwei Karten haben dieselbe Farbe. Ist dies nicht der Fall, sind diese Hände immer noch gut, aber ermöglichen dir weniger Chancen auf einen Flush. Am besten speicherst du dir als Anfänger unsere praktische Übersicht über die besten Omaha Starthände ab und kannst jederzeit am Computer darauf zugreifen!

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Limit-Varianten von Omaha Poker

Auch wenn sich Pot Limit Omaha Poker als die meistgespielte Variante herausgestellt hat, wirst du auch auf No Limit oder Fixed Limit Omaha Poker treffen. Deswegen sehen wir uns hier die Unterschiede zwischen den drei Varianten genauer an:

Pot Limit Omaha Poker
Der Mindesteinsatz ist gleich dem Big Blind. Jeder Spieler kann jedoch bis zur Höhe des aktuellen Pots setzen oder raisen. All-ins sind daher eher selten. Die Mindesterhöhung muss dem vorher getätigten Einsatz entsprechen.

Als Beispiel: Der Spieler vor dir setzt 5 $. Wenn du raisen möchtest, musst du also mindestens 10 $ auf den Tisch legen, aber maximal so viel, wie sich aktuell im Pot befindet.

Fixed Limit Omaha Poker
Die Höhe des Einsatzes verläuft in zwei Etappen. Preflop und auf dem Flop entspricht er dem Big Blind. Auf dem Turn und dem River wird verdoppelt.

Wenn der Big Blind 5 $ beträgt, musst du in den ersten beiden Runden auch 5 $ setzen. In den folgenden beiden Runden musst du bereits 10 $ mindestens setzen, um im Spiel zu bleiben. Analog dazu verhält es sich auch bei Erhöhungen. Allerdings darf jeder Spieler pro Runde maximal vier Erhöhungen tätigen. Das ist die sogenannte Cap.

No Limit Omaha Poker
Auch hier bestimmt der Big Blind den Mindesteinsatz, allerdings ist nach oben hin keine Grenze gesetzt. Jeder Spieler kann jederzeit All-in gehen. Eine Cap, also eine Maximalanzahl an möglichen Erhöhungen, gibt es ebenfalls nicht.

Omaha Poker - All In

Spielst du Omaha Poker online, regelt die Software ohnehin deine Mindest- und Maximaleinsätze. Beim Live Poker solltest du allerdings immer genau Bescheid wissen – besonders beim Pot Limit Omaha Poker (PLO), wo die Höhe des Pots deinen Maximaleinsatz bestimmt.

Omaha Poker Hi/Lo

Synonyme: Omaha High Low, Omaha/8 oder Omaha 8-or-better. Dies ist eine Sonderform von Omaha Poker mit den gleichen Regeln, aber folgendem Zusatz: Nicht nur die höchste Hand gewinnt den Pot, sondern auch die niedrigste! Dabei dürfen für die High-Hand und die Low-Hand unterschiedliche Karten aus der Starthand verwendet werden. Die Low-Hand muss ebenfalls aus fünf Karten bestehen. Allerdings darf sie keine Karte höher als 8 enthalten (daher der Name) und keine Straight oder Flush sein. Diese Sonderform eröffnet dir völlig neue Strategien, wird aber aufgrund der erhöhten Komplexität nur fortgeschrittenen Spielern empfohlen.

Das solltest du dir unbedingt merken, wenn du Omaha Poker spielst!

  • Denke immer daran: Du musst zwei Karten deiner Starthand verwenden. Dies ist der häufigste Fehler, der weniger geübten Omaha Spielern unterläuft!

  • Sei bei der Wahl deiner Starthand besonders kritisch. Lass dich nicht von möglichen Draw-Chancen verwirren, sondern halte dich an die Übersicht der besten Starthände!

  • Spiele keine Hänger! Das sind Starthände, die auf den ersten Blick profitabel aussehen, aber auf den zweiten Blick sehr nachteilig sind. Als Beispiel: Herz Ass/Herz König/Pik Dame/Herz 2. Die Herz 2 ist wertlos, nimmt dir ein Flush Out, das du auf dem Board gebrauchen könntest und verwandelt deine Starthand somit in ein 3-Karten-Blatt. Das ist ein großer Nachteil, auf den du getrost verzichten kannst! Und deine Bankroll auch!

  • Finde die Texas Holdem Spieler am Tisch! Wenn du deine Omaha Poker Strategie perfektionierst, wirst du schnell die Holdem Spieler entlarven. Sie werden ihre Starthände falsch einschätzen, unter Umständen länger überlegen und unglaubwürdige Bets platzieren. Dieses Verhalten kannst du definitiv zu deinem Vorteil nutzen!

  • Hohe Bets respektieren! Vergiss nicht, dass Bluffen beim Omaha sehr schwer umzusetzen ist. Wenn dein Gegner Stärke zeigt, zum Beispiel durch eine hohe Bet oder ein heftiges Re-raise, solltest du dich aus der Hand zurückziehen – außer du hältst die Nuts!

  • Offene Straight Draws mit Vorsicht genießen! Stelle sicher, dass du die Nuts hältst. Ansonsten bleibe wachsam gegenüber deinen Gegnern. Es können Situationen auftreten, wo 20 gegnerische Outs keine Seltenheit darstellen!

  • Omaha Poker ist das Spiel der Nuts! Wenn du sie nicht hältst oder nicht zumindest einen Draw darauf hast, lass lieber die Finger davon!

  • Starke Folds erhalten deine Bankroll! Bis zum River durch zu callen und schauen was passiert, ist keine gute Strategie. Auch wenn die Hand vielversprechend aussehen mag – meist hat der Gegner eine bessere. Halte dich stattdessen an die Übersicht der Starthände und entscheide dich für einen guten Laydown. Das schont deine Nerven und die Bankroll!

Omaha Poker spielen wie ein Profi!

Genug Theorie, jetzt geht es an die Praxis! Denn auch beim Omaha Poker gilt: Learning by doing! Nur wenn du Hand für Hand spielst, Erfahrungen sammelst und analysierst, wirst du dein Spiel verbessern und dauerhaft Gewinne mit nach Hause nehmen. Ob du Live Omaha spielst oder online: Jede gespielte Hand bereichert dein Können. Denn wie heißt es beim Pokern so schön? Wenn du erfolgreich sein willst, musst du alle Varianten beherrschen! Wir wünschen dir viel Erfolg und allzeit gute Karten!