Stud Poker oder Seven Card Stud war vor allem in den USA weit verbreitet. Bereits vor dem Boom von Texas Holdem lockte diese Poker Variante viele Menschen in die Casinos. Kein Wunder, denn Stud Poker verspricht viel Action, eine Menge Spielspaß und lukrative Gewinne. Bis zu acht Spieler können an einer Partie teilnehmen und versuchen, die beste Hand aus insgesamt sieben Karten zu kombinieren.

Warum Stud Poker eine lukrative Geldquelle sein kann und wie das Spiel abläuft, erklären wir dir hier!

Allgemeines zu Stud Poker

Grundsätzlich entspricht die Bezeichnung Stud Poker der Seven Card Stud High Variante, während Razz Poker die Seven Card Stud Low Variante darstellt. Das bedeutet: Die beste Hand gewinnt den Pot. Insgesamt bekommst du beim Stud Poker sieben Karten ausgeteilt, verteilt über fünf Setzrunden. Drei davon siehst nur du, die restlichen vier liegen offen vor dir auf dem Tisch. Von allen sieben Karten kannst du maximal fünf Karten (oder auch weniger) verwenden, um deine Gegner zu besiegen.

Die Reihenfolge der Poker Hände bleibt dabei gleich wie bei Texas Holdem. Stud Poker wird meistens in der Limit Variante oder Pot Limit Variante gespielt, deren großer und kleiner Einsatz im Vorfeld festgelegt sind. Bis zur Fifth Street, der dritten Setzrunde, dürfen die Einsätze nur in Minimum Bet Schritten getätigt werden. Aber dann zwingend in Maximum Bet Schritten. Blinds gibt es bei dieser Variante nicht. Dafür muss zu Beginn eine Ante bezahlt werden und in jeder Runde ein Bring in gesetzt werden.

Der Ablauf einer Stud Poker Runde

Stud Poker - 2 Pokerkarten

Zu Beginn bezahlen alle Spieler die Ante. Dies ist ein Pflichteinsatz, dessen Höhe vom ausgewählten Spiel und Casino abhängt. Meist beträgt sie ungefähr 1/10 des kleinen Einsatzes. Sobald alle Spieler bezahlt haben, beginnt die erste Setzrunde, die als Streets bezeichnet werden.

In den nachfolgenden Abschnitten erklären wir dir, wie jede einzelne Street abläuft und was die Spieler machen müssen.

Third Street

Als Third Street wird die erste Setzrunde bezeichnet. Du bekommst drei Karten ausgeteilt – zwei verdeckt, eine offen. Der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte eröffnet die Setzrunde. Er hat nun zwei Möglichkeiten. Erstens: Er bezahlt das Bring in (meist 25 – 50 % des kleinen Einsatzes). Zweitens: Er macht eine sogenannte Completion Bet und bezahlt gleich den kleinen Einsatz. Nun geht es reihum im Uhrzeigersinn. Gemäß den Regeln bei Texas Holdem Poker wird gecalled, geraised oder gefoldet, bis alle Einsätze ausgeglichen sind. Nun beginnt die zweite Setzrunde.


Fourth Street

Alle Spieler erhalten eine Karte, die offen auf den Tisch gelegt wird. Derjenige mit der höchsten offenen Hand startet die Runde. Sollten zwei Spieler gleich hohe Karten vor sich liegen haben, beginnt derjenige, der beim Kartengeben zuerst an der Reihe war. Dieser kann nun entweder einen kleinen Einsatz tätigen oder checken. Die Action geht im Uhrzeigersinn weiter.


Fifth Street

Das Spiel verläuft analog zur Fourth Street, mit einem kleinen Unterschied: Wenn ein Spieler setzt oder erhöht, muss er nun mindestens den großen Einsatz tätigen.


Sixth Street und Seventh Street

Die beiden letzten Setzrunden laufen genau gleich ab wie die Fifth Street. Sind danach noch zwei oder mehr Spieler am Tisch, kommt es zum Showdown. Wer als erster seine Karten zeigt, ist beim Stud Poker genau festgelegt: Jener Spieler, der den letzten Einsatz bzw. die letzte Erhöhung getätigt hat, muss als erster aufdecken. Gemäß der Rangfolge der Pokerhände wird der Gewinner ermittelt und der Pot ausbezahlt. Danach beginnt eine neue Runde.

Stud Poker als lukrative Alternative zu Texas Holdem

Wenn du als Profi Pokerspieler Geld verdienen willst, kann Stud Poker eine sehr lukrative Geldquelle für dich sein. Anders als beim Texas Holdem gibt es hier viel weniger professionelle Spieler. Der Grund ist, dass es wesentlich anspruchsvoller zu spielen ist. Nur wenige Spieler sind bereit, Zeit und Geld in tiefes Wissen und die nötigen Skills zu investieren. Aber es kann sich definitiv lohnen. Spezialisiere dich auf Stud Poker. Perfektioniere dein Spiel und deine Bankroll wird wachsen!

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Häufige Fragen zu Stud Poker und Strategien

Stud Poker - Fragezeichen

Stud Poker kann dich zu Beginn sehr herausfordern. Vor allem wenn du bisher nur Texas Holdem gespielt hast, kann das Handling und die Kombination von sieben Karten zu strategischen Fehlern verleiten. Im Folgenden findest du die häufigsten Fragen zu Stud Poker und potenziellen Strategien:

Was sind die Unterschiede zwischen Stud Poker und Texas Holdem?

  • Erstens: Kein Positionsvorteil. Beim Stud Poker entscheidet die zugeteilte offene Karte in der Third Street über die Position.

  • Zweitens: Höherer Glücksfaktor – höhere Varianz bei Texas Holdem.

  • Drittens: Statt Gemeinschaftskarten hat jeder Spieler bis zu vier offene Karten vor sich liegen. Bei acht Spielern macht dies maximal 32 Karten, die du kennst und für die Berechnung deiner Odds und Outs heranziehen kannst.

  • Viertens: Fünf Einsatzrunden. Das Spiel dauert insgesamt länger und der Pot kann trotz Limit sehr groß werden.

  • Fünftens: Maximal acht Gegner an einem Tisch.

  • Sechstens: Ante und Bring in statt Small und Big Blind. Es entfällt der Druck, durch die steigenden Blinds unter Zugzwang zu geraten. Gut fürs Mindset!

Wie wichtig sind die Starthände beim Stud Poker?

Da Stud Poker als Limit Variante gespielt wird, ist die Handauswahl wichtiger denn je. Wer Geduld beweist und konsequent schlechte Hände foldet, wird mit Gewinn belohnt werden.

Was sind die besten Starthände für Stud Poker?

  • Drei zur Straße, drei zum Flush: Das bedeutet, dass du einen Draw hältst, der nur zwei Karten zum Vervollständigen benötigt. Triffst du nun auf der Fourth Street eines deiner Outs, erhältst du einen starken Draw. Damit kannst du den Pot wachsen lassen oder durch konsequentes Erhöhen deine Gegner aus dem Spiel treiben.

  • Große Paare: Ass bis Zehn gilt als großes Paar und sollte definitiv gespielt werden. Wichtig dabei: Behalte deine Gegner im Auge. Auch wenn ein großes Paar für den Pot oft reicht – je später die Runde, desto gefährlicher kann es für dich werden.

  • Drei Broadway: Das ist ein Draw, der sich auf mehrere Weisen verbessern lässt. So kann beispielsweise aus Kreuz-Ass, Herz-Dame und Kreuz-Bube sowohl ein großes Paar, oder ein Flush oder eine Straße werden. Sollte in der Fourth Street allerdings keine Verbesserung deiner Hand erfolgen, solltest du folden.

  • Trips: Drillinge zählen zu den stärksten Händen beim Stud Poker. Ob du sie langsam spielst oder gleich zu Beginn erhöhst, hängt von deinen Gegnern ab.

Sollte ich kleine Paare spielen oder folden?

Paare an sich können beim Stud Poker in zwei Varianten vorliegen: Als Split Pair (A,5 in der Hand, 5 offen) oder als Buried Pair (5,5 in der Hand, A offen). Handelt es sich wie hier um ein kleines Paar (unter Zehn) kann es durchaus gespielt werden, sofern kein starker Gegenwind kommt. Wenn sich dein kleines Paar in der Fourth Street nicht verbessert, solltest du es folden.

Was ist ein Compound Error?

Kurz gesagt: ein früher Fehler, der dich erst später viel Geld kostet. Ein Compound Error passiert, wenn du ein kleines Paar spielst und es nicht foldest, obwohl die Fourth Street keine Verbesserung gebracht hat. Dasselbe kann dir auch mit Drei Broadway passieren. Callst du einen Einsatz mit dieser unfertigen Hand, wird dich das an den Pot binden. Da du bereits investiert hast, ist es für einen guten Laydown zu spät. Also machst du weiter bis zum bitteren Ende – und verlierst mit der zweitstärksten Hand.

Wie wird beim Stud Poker die Position bestimmt?

Beim Texas Holdem entscheidet der Dealer Button über deine Position am Tisch. Mit jeder Runde wechselt der Button und somit auch deine Position. So weit, so fair. Denn so landet jeder Spieler mal auf einer guten, mal auf einer schlechten Position und kann daraus seinen Vorteil ziehen. Beim Stud Poker entscheidet das Glück. Denn wer die Runde eröffnet, wird in der Third Street anhand der niedrigsten offenen Karte bestimmt. Ab der Fourth Street anhand der niedrigsten offenen Hand. Deswegen spielt der Positionsvorteil nur eine untergeordnete Rolle.

Kann ich beim Stud Poker bluffen?

Der Bluff ist ein starker Spielzug und gehört zum Pokern dazu. Auch beim Stud Poker ist ein guter Bluff oft ein gewonnener Pot. Allerdings sollte dieser Spielzug immer wohl überlegt sein und niemals aus einer Laune heraus passieren. Folgende Faktoren spielen für einen gelungen Bluff beim Stud Poker eine wesentliche Rolle:

  • Schätze deinen Gegner richtig ein: ein mathematisch korrekt spielender Gegner ist leichter zu bluffen als ein unberechenbarer Maniac.

  • Kenne die Stärke deiner eigenen Hand: Du siehst viel mehr Karten als beim Texas Holdem. Das hilft dir dabei, die Stärke deiner eigenen Hand richtig einzuschätzen. Weißt du, welche Hände dich schlagen könnten? Und wie wahrscheinlich ist es, dass deine Gegner sie halten? Erst wenn du diese Fragen beantworten kannst, solltest du einen Bluff wagen.

  • Merke dir gefoldete Karten: Sobald ein Spieler aussteigt, werden seine offenen Karten verdeckt. Das Wissen, was dort liegt, kann das Zünglein an der Waage sein.

Mit Stud Poker zum Profispieler werden!

Wie auch bei allen anderen Poker Varianten gilt: Verpflichte dich dazu, ein Meister deines Fachs zu werden. Auch wenn du nach Stud Poker Spielen vielleicht etwas suchen musst: Es werden sowohl Turniere als auch Cash Games angeboten. Mit deinen Stud Poker Skills gehört der nächste Pot bereits dir. Wir wünschen dir viel Erfolg und allzeit gute Karten!